Einladung zur Hirse- und Zwischenfrucht-Demo 04.10.2026 9.15 Uhr
Auch heuer haben wir wieder Versuchsfelder angelegt. Zum Einen unseren Zwischenfruchtversuch, den wir schon seit Jahren mit viel Liebe und Arbeit mühevoll anlegen und zum anderen heuer neu – einen separaten Hirse- und Sojaversuch, der vom Betrieb Zehetbauer Oberpettenbach angelegt wurde. Vorgestellt werden die beiden Versuche am Sonntag, 04.10.2026. Da sich die beiden Versuchsfelder auf 2 Standorte erstrecken, gibt es 2 Führungen. Treffpunkt für beide Führungen ist Oberfimbach 25, 84036 Kumhausen, Betrieb Vögl Markus.
Gestartet wird mit dem Hirse- / Sojaversuch um 9.15 Uhr. Das Versuchsfeld liegt auf der Verbindungsstraße zwischen Grünn und Günzkofen, 84166 Adlkofen. Es werden 5 verschiedene Hirse-, Sorghum- und Sudangrasarten auf einer Fläche von ca. 3 ha vorgestellt. Außerdem ist auf dem gegenüberliegendem Acker ein Soja-Versuch als Zweitfrucht zu sehen.
Warum Hirsearten bzw. Soja als Zweitfrucht? Zweitfrüchte werden immer bedeutender für die Futter- und Energienutzung. Man kann sie spät sähen z.B. im Mai/Juni nach GPS. Die Hirse-, Sorghum- und Sudangrasarten sind anspruchlose Getreidearten. Die Wuchsform ist ähnlich wie bei Maispflanzen, besitzen jedoch mehr Seitentriebe. Die Pflanzen sind geeignet für trockene und halbtrockene Klimabedingungen sind. Wasser kann selbst in längeren Dürreperioden und bei großer Hitze gespeichert werden. Zudem handelt es sich um mineralstoffreiches Getreide, das hohes Biomassepotential hat.
Nach der Hirseführung starten wir wieder zurück zum 2. Teil der Versuchs-Demo. Um 10.30 beginnt die Zwischenfrucht-Führung. Es wird der Großflächenversuch mit 5 verschiedenen Zwischenfrucht-Mischungen auf einer Fläche von ca. 2,4 hat vorgestellt. Im Anschluss wird die Führung durch den Versuch mit 29 verschiedenen Mischungen, Einzelsaaten und Kleegräsern fortgesetzt. Auch eine Öko-Variante ist zur Veranschaulichung dabei. Die verschiedenen Mischungen und Einzelsaaten können verglichen und Ihre Eigenschaften analysiert werden. Jedes Saatgut bzw. Pflanze hat andere Auswirkungen auf den Boden bzw. auf die Folgekultur.
Landwirte und Interessierte können sich ein Bild von sehr vielen möglichen Varianten zur Bodenbedeckung und –verbesserung sowie zur Futter- und Energienutzung machen und die Vor- und Nachteile der einzelnen Saaten vergleichen. Eine genaue Veranschaulichung und Analyse der Saatmöglichkeiten ist sehr wichtig, denn alle Komponenten müssen zu den Hauptkulturen passen.
Zwischenfrüchte sind aus vielerlei Sicht eine große Bereicherung für das ackerbauliche Gesamtsystem. Zwischenfrüchte dienen dem Gewässerschutz, in dem sie unter anderem Nährstoffe vor Auswaschung über Winter fixieren, den Bodenabtrag durch Erosion verringern und die organische Substanz im Boden bzw. den Humusgehalt erhöhen. Nur eine gute Bodenstruktur mit einer luftigen Durchwurzelung bis tief in das Erdreich und einer hohen Bodenbedeckung kann den häufigeren Trockenperioden sowie den Starkniederschlägen als Folge des Klimawandels etwas entgegensetzen. Nicht zu vergessen ist außerdem der herrliche optische Blickfang auf den Äckern in den grauen Herbstmonaten.
Das Zwischenfruchtsversuchsfeld ist in Oberfimbach ausgeschildert und befindet sich auf der Strecke von Geisenhausen in Richtung Salksdorf/Engkofen, Oberfimbach 25, 84036 Kumhausen.
Das Hirseversuchsfeld befindet sich auf der Verbindungsstraße zwischen Grünn und Günzkofen, 84166 Adlkofen und ist ebenfalls ausgeschildert.
Treffpunkt für beide Führungen ist in Oberfimbach.
Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Nähere Infos gibt es bei Agrarhandel Toni Vögl GmbH unter Telefon/WhatsApp 08743/96140.

